k blog

Ihr wolltet immer schon mal wissen, wie es ist Mutter von Zwillingen zu sein?
Oder ihr fragt euch einfach, ob und wann ich noch schreibe, damit ihr endlich wieder Nachschub bekommt?
Dann kommt hier die Antwort =)

 

Meine Schnuckis sind inzwischen viereinhalb Monate alt und wachsen und gedeihen prächtig. Es ist unglaublich mitanzusehen, wie sie sich entwickeln, wie Dinge an einem Tag noch nicht möglich waren, aber nächsten jedoch plötzlich funktionieren. Jeder Tag ist ein Wunder und jeder von beiden absolut einzigartig im Verhalten, in der Entwicklung, im Aussehen.

Insgesamt bekommen wir laut Kinderärztin gerade 8 Zähne. Jacob’s erster ist bereits durchgebrochen (ja, es ist megafrüh!!!) und leider hat er immer noch Bauchweh. Alissa beißt auch an allem wie ein Piranha und ist zwei Sekunden davor, sich umzudrehen.

Insgesamt heißt das übersetzt:
Wir stehen zwischen halb 6 und 6 endgültig auf, kuscheln, machen uns fertig, damit die Kids dann spätestens um halb 8 wieder schlafen können, meist im Kinderwagen.
Im Laufe des Tages schlafen die Babys weitere fünf Mal für etwa 45 Minuten. Bis Mama also auch das zweite Kind endlich hingelegt hat, wird das erste mehr oder minder wieder wach. In den zehn bis fünfzehn Minuten, die dazwischen bleiben, versucht Mama sich vollzustopfen, damit sie Nachschub für die Milchbar bilden kann. Anschließend ist nämlich wieder Raubtierfütterung und Spiel-/ Rumtragzeit bei Bauchweh angesagt. Zwischendurch wandern ein paar viele Windeln in den Müll.
Wenn Papa zuhause ist, hat Mama Zeit ein/zwei Dinge im Haushalt zu erledigen, was zum ersten Mal in meinem Leben tatsächlich Spaß macht, weil es super ist, den Saustall, der sich tagsüber angehäuft hat, sauber zu machen.
Das Abendritual beginnt um 18 Uhr, im Normalfall schlafen die Schneckis dann um 18:45. Danach ist mal Durchschnaufen angesagt, denn momentan laufen wir abwechselnd spätestens zwei Stunden später wieder in ein Zimmer, um ein wenig Popo zu klopfen, oder im Notfall zu stillen, wenn gar nichts anderes mehr geht.
Mama und Papa wandern um 21 Uhr ins Bett, weil sie wissen, dass höchstwahrscheinlich wieder eine kurze Nacht bevorsteht, denn Mama steht zur Zeit zwischen 6 und 10 Mal in der Nacht auf und ab etwa 4 Uhr morgens ist nur noch Dösen angesagt, weil laut „chinesischer Uhr“ (habe ich mir sagen lassen 😉) das die Zeit ist, in der der Babydarm am meisten arbeitet… tja, stimmt nicht ganz mit meinem Schlafplan überein, aber ich wurde nicht gefragt.
Somit könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen, dass mir momentan die Muse fehlt, mich auf Max zu konzentrieren, selbst wenn es mir immer in den Fingern juckt. Dennoch muss ich vernünftig sein, akzeptieren (oder hoffen), dass diese Phase bald wieder vorbeigeht und auf meinen Körper achten, damit meine Augenringe zumindest mit Abdeckstift halbwegs kaschierbar bleiben =)

Ich hoffe, ihr habt den Humor zwischen den Zeilen gefunden, denn am Ende des Tages ist es trotzdem das Schönste auf der Welt, meine zwei größten Wunder anzusehen oder im Arm zu halten. Ein einziges Lachen von ihnen ist mehr wert als 10 Stunden Schlaf. Und jeden Funken Kraft, die mir selbst fehlt, um durch den Tag zu kommen, kriege ich von oben, dankbar, weil ER es mir offenbar zugetraut hat =)

Und ich bin zuversichtlich, dass wenn die Bauchschmerzen weg, die ersten 8 Zähne alle da sind und die nächtlichen Spaziergänge sich wieder etwas einschränken, auch endlich Lesenachschub für euch da sein wird.
Drückt uns allen die Daumen!
Küsschen,
eure Jessica