k blogNachdem ich gerade im Wetterbericht gesehen habe, dass die Hitze gemeinsam mit der Sonne ab der kommenden Woche zumindest vorerst dahin sein soll, wollte ich euch noch gerne ein wenig von meinem Sommer berichten, bevor er vorbei ist :)
Er war aufregend, kurz, erholsam, nervenaufreibend, heiß, wunderschön, spannend und interessant, um es kurz zu fassen.
Die lange Version ist, dass ich mit meinem Mann und einer Gruppe an jungen Erwachsenen und auch schon etwas älteren Erwachsenen eine Rundreise durch Israel gemacht habe.
Schon das Vorbereitungstreffen war extrem informativ und man hat uns über Google Earth einen kleinen „Rundflug“ gezeigt, wohin uns die Reise denn führen würde.
Das Beste daran war, dass uns der Organisator bereits etliche Destinationen auf der Karte gezeigt hatte, die wir mit „Oh“s und „Ah“s kommentierten und dachten, das wäre schon ziemlich viel für eine der beiden Wochen. Daraufhin der Organisator: „So, das war jetzt der Montag…“


Ihr könnt euch vorstellen, dass uns gleich mal die Kinnlade heruntergefallen ist, selbst wenn ich im Nachhinein froh über jedes bisschen Info war, welche wir dann auch auf der Reise selbst bekamen.
Ich möchte einige Fotos mit euch teilen, von Orten, die mich sehr fasziniert haben; Dingen, die mich mitgenommen haben und Plätzen, die so schön waren, dass ich ruhig noch eine Woche länger bereit gewesen wäre, in der Hitze zu schmoren. Denn gerade in den beiden Wochen, als wir dort waren, erlebte Israel die stärkste Hitzewelle seit etlichen Jahren. Nur die Woche drauf war es noch schlimmer, bei 48° im Schatten, doch da waren wir zum Glück schon wieder Zuhause.
Jedenfalls waren meine Erlebnisse in Israel tatsächlich unbezahlbar und das einzige, was ich bereue ist, dass ich mir nicht mehr von meinen Eindrücken aufgeschrieben habe, denn dafür fehlte mir einfach die Zeit. Ach ja, UND, dass ich meinen Fächer Zuhause gelassen hatte :)

  • Die erste Qualle meines Lebens hat mich genesselt
  • Ich stand unter einem wunderschönen Wasserfall
  • Sang in einem Altersheim wunderbar peinliche Lieder, die jedoch ihren Zweck die Herrschaften zu erheitern, erfüllten :)
  • Las schwebend auf dem Toten Meer eine Zeitung
  • Verbrachte eine Nacht unter dem Sternenhimmel Mitten in der Wüste - und überlebte gemeine Skorpione
  • Ging durch den Hiskija-Tunnel, der mehr als 2700 Jahre alt, 533 Meter lang, teilweise nicht höher als 1,50 Meter und nicht breiter als 50 Zentimeter ist und für mich – obwohl ich normalerweise keine Platzangst habe – definitiv das herausforderndste Erlebnis war, da 533 Meter einem plötzlich wie drei Jahre vorkommen können, wenn man keinen Ausweg hat.
  • Hinterließ ein Gebet an der Westmauer
  • Spazierte im Garten Gethsemane und an weiteren biblischen Spuren und Ereignissen vorbei
  • Hörte vom Golan aus schreckliche Artilleriegeschosse auf syrischem Gebiet und fragte mich, wie es möglich sein kann, dass man Flüchtlingen, die das schlimmste hinter sich haben, tatsächlich noch so grausame und für mich persönlich furchteinflößende Dinge an den Kopf werfen kann, anstatt sich zu fragen, wie es einem denn selbst ginge, wenn man aus seinem Vaterlang flüchten muss, nachdem man Kopf und Kragen und Menschenleben riskiert hat, um sich und seine Kinder in Sicherheit bringen zu können. Versteht mich nicht falsch – die Flüchtlingsfrage ist eine sehr schwierige, die ich als Politiker wirklich nicht beantworten wollen würde. Ich sehe jedoch trotzdem die Menschen, denen wir nicht den Rücken kehren sollten, wenn sie Hilfe brauchen und uns vor allem schämen sollten, wenn es Menschen in unseren Ländern gibt, die sich darüber freuen, dass eine Tragödie wie jene vor einigen Tagen passiert, als dutzende Leichen erstickter Menschen in einem zurückgelassenen LKW gefunden wurden
  • Und ich weinte um die rund 1,5 Millionen getöteten Kinder im Holocaust, für die in Vad Yashem je ein Licht brennt, um daran zu erinnern, dass so etwas nie wieder geschehen darf

“I know that when I stand before God on Judgement Day, I shall not be asked the question posed to Cain – where were you when your brother’s blood was crying out to God?” Imre Bathory, Righteous Among the Nations, Hungary.

„Ich weiß, dass wenn ich am letzten Tage vor Gott stehen werde, möchte ich nicht jene Frage gestellt bekommen, die auch Kain gestellt wurde: Wo warst du, als deines Bruders Blut zu Gott schrie?“ – Imre Bathory, einer der Gerechten, die nicht weggesehen haben

 

Außerdem habe ich, wie ihr ja wisst, mein allererstes "Baby" veröffentlicht und es war eine Achterbahnfahrt für mein Herz. Meine Augen sind mittlerweile viereckig von all den Stunden, die ich seither am PC verbracht habe. Nicht nur mit dem Schreiben des 2. Bandes (über den ihr euch bald zumindest ausschnittsweise freuen könnt :)), sondern vor allem mit dem wiederholten Drücken der Aktualisierungstaste, um zu sehen, wie viele Menschen mein Buch schon gefunden und verschlungen hatten und mir sogar eine wunderschöne Rezension auf Amazon oder einer anderen Plattform hinterließen. Deswegen möchte ich mich auch auf diesem Weg noch einmal bei jedem Einzelnen bedanken, der "Bis du wieder atmen kannst" eine Chance gegeben hat, ihr Herz zu berühren. Ich bin wirklich sehr glücklich darüber, dass meine Emotionen und Gedanken jeden von euch so bewegt haben, wie sie auch mich während des Schreibens und Lesens bewegten. Ich weiß, ihr freut euch schon und wartet sehnsüchtig auf den 2. Band der Geschichte und ich habe gute Nachrichten für euch: Wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, werdet ihr nicht bis Dezember warten müssen, um lesen zu können, wie es für Jules und Jer weitergeht. *hihi* 

Bald bekommt ihr schon die ersten Textschnipsel davon, also haltet die Augen offen! ;)

Fühlt euch umarmt,

eure Jessica